Was ist “HAM Radio”?

Das Wort “HAM-Radio” ist eine Kombination aus “Schinken” und “Radio”.
Möglicherweise fragen Sie sich nun, ob der Magen einen Streich gespielt hat.
Dies mag sicher in gewissen Situationen zutreffen :).
Die Herkunft dieser Bezeichnung ist nicht eindeutig geklärt. Hierzu gibt es verschiedene
Meinungen. Jedoch ist die Herkunft historisch bedingt.

Nun, soweit sei gesagt, dass “HAM-Radio” eine geläufige Bezeichnung für den Amateurfunkdienst ist.
Eine mögliche historische Ableitung des Begriffes “HAM” ist hier zu finden:
Infos zum Begriff HAM auf dem Amateurfunk WiKi

Der Amateurfunkdienst lässt sich wie folgt definieren:

Der Amateurfunkdienst (kurz: Amateurfunk) ist ein Funkdienst gemäß dem Internationalen Fernmeldevertrag.
In Deutschland wird er geregelt durch das Amateurfunkgesetz von 1997 und zugehörige Verordnungen sowie
zwischenstaatliche Verträge.
Der Amateurfunkdienst ist ein technisch experimenteller Funkdienst.
Seine Teilnehmer betreiben diesen zu technischen und wissenschaftlichen Studien,
zur eigenen Fort- und Weiterbildung, aber auch einfach nur als interessantes Hobby.
Der Amateurfunkdienst darf in keiner Weise kommerziellen Zwecken dienen.

Es handelt sich hierbei um einen gesetzlich verankerten Funkdienst, welcher gegenüber anderen Funkdiensten gleichberechtigt ist.
Dies gilt in einem internationalen Maßstab, mit einigen wenigen Ausnahmen,
wie z.B Länder, die nicht Mitglied der ITU (International Telecommunication Union) sind.
Der Amateurfunk hat eine lange historische Entwicklung hinter sich, angefangen von den frühen Funkpionieren bis hin zu der Moderne.

Wer mag, kann die geschichtliche Entwicklung des Amateurfunkdienstes auf Wikipedia nachlesen.
Historie des Amateurfunkdienstes auf Wikipedia

Der Funkamateur ist eine natürliche Person, die sich einer Prüfung unterzogen hat und somit Rechte im Rahmen
des Amateurfunkgesetzes ausüben darf. Nach erfolgter Genehmigung zur Teilnahme am Amateurfunkdienst
darf der Funkamateur das Hochfrequenz-Spektrum im Rahmen der gesetzlichen Regelungen nutzen.

Die Funkamateure bedienen sich hierbei verschiedener Betriebsmodi und Frequenzbereiche.
Die Betriebsmodi sind weit gefächert, angefangen von der Morsetelegraphie bis hin zum Fernsehbild.
Genutzt werden hierbei verschiedene dem Funkamateur zugängliche Frequenzen, welche es erlauben zu
den gegebenen Bedingungen des Frequenzbereiches Funkverbindungen zu tätigen.
Beispielsweise werden rund um die Uhr internationale Funkverbindungen auf Kurzwelle getätigt.

Die Aktivitäten eines Funkamateurs sind oft auf bestimmte Interessengebiete beschränkt,
da es sehr viele Möglichkeiten gibt, sich im Sinne des eigenen Interesses im Rahmen des Amateurfunkdienstes
zu tätigen. D.h, es gibt sehr viele Möglichkeiten, so dass eine Fokussierung auf ein Gebiet notwendig wird.
Diese Tätigkeiten sind oftmals technisch sehr herausfordernd, andere können auch einen sportlichen Anreiz
darstellen, wie beispielsweise Fuchsjagden, bei denen versteckte Sender in kürzester Zeit gepeilt und
aufgesammelt werden müssen. Aber ebenso kann auch das sogenannte “Contesting” (Wettbewerbe) als “Sport” bezeichnet
werden. Hierbei gilt es, je nach Wettbewerb oft soviele Funkverbindungen wie möglich in einem beschränkten Zeitraum
zu tätigen.

Im Amateurfunk gibt es Spezialgebiete, wie EME.
Die Abkürzung steht für Erde-Mond-Erde oder auch allgemein als Moonbouncing
bezeichnet. Hierbei werden Funkverbindungen über den Mond als Reflektor getätigt. Die Anforderungen sind beim EME
sehr hoch. Sowohl der Funkamateur ist gefordert, als auch die Technik.

Den Amateurfunk auf dieser Seite vollständig zu beschreiben würde unmöglich.
Selbst die entsprechenden Artikel zum Amateurfunk auf Wikipedia beschreiben nur einen Bruchteil
der Tätigkeiten der Funkamateure. Auch unterliegt der Amateurfunk ständigen Veränderungen.
Wenn mancher meint, es sei antiquiert, mit einem Funkgerät zu hantieren, dieser Meinung kann von
seiten der Funkamateure kaum zugestimmt werden. Noch heute produzieren Funkamateure innovatives, wenngleich
manches nicht so auffallen mag oder einen so starken Wandel erzeugt, wie die Entdeckung des Funks selbst.

Nicht zu vergessen ist, dass der Amateurfunkdienst ebenfalls im Katastrophenfall eine wichtige Ressource darstellt.
Aus diesem Grund ist der Amateurfunk oftmals in den entsprechenden Hilfsorganisationen eingegliedert.
Neben dieser wichtigen nicht zu vernachlässigen Tatsache ist der Amateurfunk auch völkerverbindend.
Daraus folgt der Slogan: “Amateurfunk verbindet”, sei es durch das
gemeinsame Interesse an Technik, an Länderübergreifenden Kontakten usw…

Ich möchte an dieser Stelle auch auf einen Umstand aufmerksam machen.
Seit einigen Jahren sind auf dem Markt sogenannte “Power Line” Geräte verfügbar.
Es handelt sich hierbei um Geräte, worüber es ermöglicht wird, Computer über das
Stromnetz der Hausinstallation miteinander zu vernetzen oder Internetanschlüsse bereitzustellen.
Diese Geräte verletzen in aller Regel die NB30 Regelung. D.h verursachen massive Störungen,
so, dass Funkdienste gestört werden, wie Rettungsdienste, Rundfunk, Militär usw.
Ich empfehle es, vom Kauf und Einsatz derartiger Geräte abzusehen.

Informationen hierzu gibt es auf folgenden Seiten:
Informationen zu Powerline
Informationen zu Powerline des DARC

Infos zum Amateurfunk:
Wikipedia Link zum Amateurfunk
Definition des Funkamateurs auf Wikipedia